Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt die Haftpflchtansprüche ab, die einem Dritten durch die betriebliche Tätigkeit eines Unternehmens schuldhaft verursacht wurden.
Haftpflichtansprüche können ein Unternehmen im schlimmsten Fall in den Ruin treiben. Es ist daher sehr wichtig eine gute Versicherung zu haben, die solche Risiken abdeckt.
Bei den Prämien und Leistungen gibt es jedoch grosse Unterschiede - hier loht sich in jedem Fall ein Gespräch mit unseren neutralen Beratern
Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, sich einen unserer neutralen Berater auszuwählen und sich umfassend über dieses Thema informieren zu lassen.
Hier ein Beispiel welches kürzlich in der Zeitung "Die Schreinerzeitung" erschienen ist:
Ein Monteur beschädigt bei der Montage eine Wasserleitung. Der Schaden bleibt aber vorerst unentdeckt, alle Arbeiten werden wie geplant abgeschlossen. Nach einigen Wochen entdeckt der Bauherr einen Wasserfleck an der Wand im darunterliegenden Geschoss. Die anschliessende Reparatur kostet einiges an Geld, ganz zuschweigen von den Unannehmlichkeitenfür den Bauherrn wie auch den Verursacher.Von solchen oder ähnlichen Fällen kannfast jeder Schreiner berichten – «shit happens» ist wohl eine der bekanntesten Redewendungen dafür. Im schlimmsten Fall kann aber dadurch sogar die Existenz des Unternehmens gefährdet sein, insbesondere Personenschäden haben häufig weitreichende Folgen.
Grosse Prämienunterschiede
In solchen Situationen hilft eine Betriebshaftpflichtversicherung, den finanziellen Schaden zu decken. Nebst den obligatorischen Versicherungen wie AHV,IV, EO oder ALV ist sie ein Muss für jedes Unternehmen. Allerdings existieren beträchtliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Gesellschaften und deren Leistungen.«Prämiendifferenzen von bis zu 40%sind keine Seltenheit», berichtet Claude Grenacher, Geschäftsführer der neutralen Versicherungs- und Finanzberatungsgesellschaft in Wettingen. Eine individuelle Beratung ist deshalb ebenso unabdingbar wie das Einholen und Vergleichen von Offerten verschiedener Versicherungsgesellschaften. Dazu gehört auch eine Analyse der Risiken, Schadensarten und -summen, die daraus entstehen könnten.
Unterschiedliche Risiken
Im Schreinergewerbe kommt es zum Beispiel darauf an, ob es sich um ein Produktions-oder Montageunternehmen handelt. Denn für Schäden, die durch ein fehlerhaftesProdukt entstehen, haftet der Hersteller. Beim reinen Montageunternehmen besteht also kaum die Gefahr eines Produkthaftpflichtfalles, es muss nur für selbstverursachte Schäden aufkommen. Produktionsbetrie bekommen bei den Prämien generell etwas günstiger weg als Montageunternehmen. Das Risiko, Sachen zu beschädigen oder Drittpersonen zu verletzen, ist auf der Baustelle schlicht höher als in der Werkstatt. Im Gegensatz zu den USA halten sich in der Schweiz Schadenersatzforderungen bis jetzt in Grenzen. Allerdings stellt man in Europa eine zunehmende Tendenz zu solchen Forderungen fest. Viele Schreinereien produzieren und montieren jedoch selber. Einige Versicherungen berücksichtigen dies anteilsmässig, zumBeispiel anhand der geleisteten Arbeitszeit in der Werkstatt und auf der Baustelle. Grosse Unterschiede gibt es auch bei den inbegriffenen Leistungen. Fast schon üblich ist beispielsweise eine erste telefonische und kostenlose Rechtsberatung. Immeröfters sind auch die Rechtsschutzleistungen bereits in der Haftpflichtversicherung enthalten. «Wir stellen fest, dass sich viele Leute dessen gar nicht bewusst sind», erzählt Claude Grenacher. Im Bedarfsfall werden diese Leistungen dann nicht genutzt, oder der Versicherungsnehmer schliesst eine unnötige Zusatzversicherung dafür ab. «Es muss also eine Koordination zwischen den verschiedenen Versicherungen stattfinden», ergänzt Grenacher.
Verwaltungsaufwand verringert
Insbesondere für kleine Firmen oder Jungunternehmer mit entsprechend tieferenVersicherungssummen können gewisse Versicherungspakete von Vorteil sein. Hier gibt es zum Teil sehr günstige Angebote, die durchaus gute Leistungen beinhalten. Vor allem hat die Versicherung so einen geringeren Verwaltungsaufwand, was sich auf die Prämie auswirkt. «Generell haben die Gesellschaften in den letzten Jahren die administrativen Kosten wesentlich gesenkt und sind deshalb in der Lage, bessere Angebote zu machen», ergänzt Claude Grenacher.Ein Grund mehr also, die eigenen Policen zu überprüfen. Prämien sparen lässt sich auch mit hohen Selbstbehalten. «In mittelgrossen Unternehmungen liegt dieser normalerweise bei ungefähr 1000 Franken, weiss Claude Grenacher und ergänzt weiter: «Weniger macht selten Sinn, da der administrative Aufwand meistens höher ist als die Schadenssumme. » Erwartet eine Schreinerei erfahrungsgemäss wenig Schadensfälle, ist eine Erhöhung des Selbstbehaltes aber durchaus prüfenswert. Wichtig hierbei ist, dass diePrämienersparnis in einem sinnvollen Verhältnis zur Erhöhung des Selbstbehaltes steht. Ausserdem gilt: Besser nur einen grossen Schadensfall als ständig kleine. «Die Versicherung denkt ansonsten, dass indiesem Unternehmen unsorgfältig gearbeitet wird und erhöht aufgrund dessen vielleicht die Prämien», weiss Grenacher zu berichten.Von der Versicherungssumme hängt nicht nur die zu bezahlende Prämie ab, sie kann auch ein Kriterium für die Auftragsvergabe sein. Bei grossen Aufträgen werden manchmal minimale Deckungssummen vorgeschrieben, was auch überprüft wird. Ist die Deckung zu gering, erhält das Unternehmen den Auftrag nicht. Allfällige Gegengeschäfte können auch bei der Wahl der Versicherung eine Rolle spielen. Hat die Gesellschaft zum Beispiel eigene Liegenschaften, besteht durchaus die Möglichkeit, dass das versicherte Unternehmen bei Renovationen oder Neubauten mit einbezogen wird.
Quelle: Die Schreinerzeitung, Versicherungsberater Claude Grenacher